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Bikepacking für Einsteiger: Alles was du wissen musst

Aktualisiert: 13. Feb. 2025

Dieser Einsteiger-Leitfaden zeigt dir alles, was du brauchst, um in die Welt des Bikepackings einzutauchen. Von der Wahl des passenden Bikes bis hin zur optimalen Ausrüstung – erfahre die wichtigsten Tipps für ein unvergessliches Abenteuer auf zwei Rädern.



Inhaltsverzeichnis



Was genau ist eigentlich Bikepacking – meine Definition


Bikepacking vereint im Grunde zwei klassische Outdoor-Aktivitäten: Fahrradfahren und Rucksackwandern. Dabei erkundest du eigenständig die Natur und hast alles Notwendige dabei: Zelt, Schlafsack, Kochutensilien – und natürlich auch Ersatzteile und Werkzeug. Oft bist du über mehrere Tage oder sogar Wochen auf unbefestigten Wegen und abseits der bekannten Pfade unterwegs.


Der Hauptunterschied zu traditionellen Radreisen liegt in der Art des Packens und Fahrens. Bei klassischen Radreisen werden oft große Gepäcktaschen, sogenannte "Panniers", an Gepäckträgern befestigt, was das Fahrrad schwerer und weniger agil macht. Der Fokus liegt dabei eher auf Komfort und viel Stauraum.


Bikepacking hingegen setzt auf minimalistische Ausrüstung und kompakte Taschen, die direkt am Rahmen, Lenker und Sattel befestigt werden. So bleibt das Fahrrad leichter und flexibler, was es dir ermöglicht, auch anspruchsvolles Terrain und schmale Trails zu meistern. Die Idee ist, unterwegs agiler zu sein und das Fahren selbst, kombiniert mit dem Abenteuer, in den Mittelpunkt zu stellen.


Die Suche nach dem idealen Bikepacking-Fahrrad


Bevor wir uns in die Welt der verschiedenen Fahrradtypen stürzen, gibt es eine einfache Antwort für alle, die sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben: Verwende einfach das Bike, das du bereits besitzt. Denn grundsätzlich ist jedes Fahrrad mindestens für einen einfachen Overnighter geeignet – also für einen Zwei-Tages-Trip mit Übernachtung.


Die verschiedenen Fahrradtypen


Entsprechend deiner bevorzugten Fahrweise oder den Zielen, die du erreichen möchtest, gibt es Fahrräder, die sich dafür besonders eignen und das Fahrerlebnis spürbar verbessern können. Egal, ob du dich für Gravel-, Mountain-, Fat- oder E-Bikes interessierst – der Markt bietet eine enorme Vielfalt an Produkten. Von robusten und erschwinglichen Einsteigermodellen bis hin zu ultraleichten, hochspezialisierten Rennrädern gibt es für jeden Geldbeutel und Einsatzzweck das passende Fahrrad. In diesem Sinne möchte ich dir einige Modelle vorstellen, die sich grundsätzlich fürs Bikepacking eignen könnten. Dabei werde ich sowohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile aufzeigen, um dir bei deiner Entscheidung zu helfen.


1. Tourenräder



Oft auch als Trekking- oder Reiseräder bekannt, zeichnen sich diese durch eine bequeme Sitzhaltung, eine robuste und langlebige Konstruktion sowie zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck aus.


Vorteile:


  • Komfort: Die aufrechte Sitzposition entlastet Rücken und Schultern und verringert die Ermüdung auf langen Strecken.

  • Robustheit: Die Konstruktion ist für das Tragen schwerer Lasten ausgelegt, ideal für längere Touren mit vollem Gepäck.

  • Vielseitigkeit: Zahlreiche Befestigungspunkte für Gepäckträger und Taschen.

Nachteile:


  • Gewicht: Oft schwerer als andere Fahrradtypen, was in anspruchsvollem Gelände nachteilig sein kann.

  • Wendigkeit: Kann auf technisch anspruchsvollen Trails weniger agil sein.

  • Reifenfreiheit: Bei manchen Modellen ist die Reifenfreiheit eingeschränkt, was die Montage breiterer Reifen, die für Komfort und bessere Traktion in rauem Gelände sorgen, erschwert. Allerdings gibt es auch Tourenräder, die breitere Reifen aufnehmen können.

2. Gravelbikes



Diese Räder sind für den Einsatz auf unbefestigten Wegen, Schotter und leichtem Gelände optimiert. Sie vereinen Eigenschaften von Straßenrädern und Mountainbikes, um eine hohe Flexibilität und Komfort auf diversen Untergründen zu gewährleisten.


Vorteile:


  • Flexibilität: Gute Performance sowohl auf Asphalt als auch auf unbefestigten Wegen.

  • Geschwindigkeit: Leichter als Tourenräder, was auf langen, flachen Strecken vorteilhaft ist.

  • Komfort: Moderne Modelle bieten oft Rahmenkonstruktionen, die Vibrationen absorbieren.


Nachteile:


  • Lastkapazität: Während einige Gravelbikes mit zahlreichen Befestigungspunkten ausgestattet sind und eine gute Kapazität für Bikepacking-Ausrüstung bieten, gibt es auch Modelle, die in dieser Hinsicht begrenzter sind. Es ist wichtig, beim Kauf auf die spezifischen Merkmale und die Ausstattung des jeweiligen Modells zu achten, um sicherzustellen, dass es den eigenen Anforderungen entspricht.

  • Limitierungen im Gelände: Nicht so gut geeignet für sehr raues oder technisch schwieriges Terrain.

  • Systemgewicht: Viele Gravelbikes sind auf ein maximales Systemgewicht von etwa 120 bis 130 kg ausgelegt. Bei schwereren Fahrern plus Gepäck und dem Gewicht des Rahmens kann dieses Limit schnell erreicht oder überschritten werden. Schwerere Fahrer sollten eventuell eher zu Gravelbikes mit Aluminium- oder Stahlrahmen greifen, anstatt zu solchen mit Carbonrahmen.

3. Mountainbikes (MTBs)



Für diejenigen, die es vorziehen, abseits der ausgetretenen Pfade zu reisen und technisch anspruchsvolle Trails zu erkunden, sind Mountainbikes eine ausgezeichnete Wahl. Mit ihrer speziellen Rahmengeometrie, Federung für vordere und hintere Räder (bei vollgefederten Modellen) und breiteren Reifen für besseren Grip und Stoßdämpfung, sind MTBs prädestiniert für raues und unebenes Terrain. Obwohl sie vielleicht nicht so viele Befestigungsoptionen wie speziell konzipierte Bikepacking-Bikes bieten, sind viele MTBs dennoch in der Lage, die notwendige Ausrüstung für mehrtägige Touren zu tragen, besonders wenn man auf leichte und kompakte Packlösungen setzt.


Vorteile:


  • Terrain: Unübertroffene Fähigkeit, schwieriges Gelände und technische Trails zu bewältigen.

  • Stoßdämpfung: Federungssysteme bieten Komfort und Kontrolle auf unebenen Oberflächen.

  • Grip: Breitere Reifen sorgen für bessere Traktion in Schlamm und auf losen Untergründen.

Nachteile:


  • Gewicht: Vollgefederte Modelle können schwer sein, was auf langen, flachen Strecken nachteilig ist.

  • Effizienz: Die für raues Terrain optimierte Bauweise kann auf Asphalt oder Schotterwegen weniger effizient sei.

  • Verschleißteile und Reparaturanfälligkeit: Mountainbikes haben Komponenten wie Federungssysteme, die auf anspruchsvollen Trails Komfort und Kontrolle bieten. Diese beweglichen Teile, insbesondere die Federgabeln, erhöhen jedoch den Verschleiß und machen das Fahrrad anfälliger für Reparaturen. Auf längeren Touren, besonders in abgelegenen Gebieten, kann die Wartung und Reparatur dieser komplexen Systeme schwierig sein.

  • Befestigungspunkte: Im Vergleich zu speziell konzipierten Bikepacking-Bikes bieten Mountainbikes oft weniger Befestigungspunkte für Ausrüstung. Dies kann die Beladungsoptionen einschränken, besonders wenn man nicht auf leichte und kompakte Packlösungen setzt.


Auswahlkriterien für ein Bikepacking Fahrrad


Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bei der Auswahl eines Fahrrads für Bikepacking berücksichtigt werden sollten. Hier sind einige der wichtigsten Kriterien: Rahmenmaterial: Ein robustes Rahmenmaterial ist von entscheidender Bedeutung für Bikepacking, da das Fahrrad hohen Belastungen ausgesetzt sein wird. Edelstahl, Titan und Aluminium sind alle gute Optionen, da sie leicht, langlebig und stabil sind. Befestigungspunkte: Dein Fahrrad sollte über ausreichende Befestigungspunkte und Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Gepäck verfügen, um auf längeren Touren alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände wie z.B Taschen, Cages oder Trinkhalterung anbringen zu können.

Übersetzung: Eine breite Gangübersetzung ist beim Bikepacking von entscheidendem Vorteil. Sie unterstützt das Bergauffahren, was besonders bei zusätzlichem Gepäck relevant ist. Durch die Möglichkeit, mit weniger Kraftaufwand zu pedalieren, spart der Fahrer Energie auf langen Strecken, was die Ermüdung der Beine verringert und den Fahrkomfort steigert. Außerdem bietet eine breite Übersetzung eine höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Geländeformen und Steigungen, was bei den oft wechselnden Bedingungen des Bikepackings von großer Bedeutung ist.


Ein konkretes Beispiel für eine solche Übersetzung wäre eine Kombination aus einem Kettenblatt vorne mit 32 Zähnen und einem breit gefächerten Kassettensystem hinten, das Ritzel von 11 bis 42 Zähnen umfasst. Auf flachen Strecken ermöglicht das 11er-Ritzel eine schnelle Fahrt ohne zu häufiges Pedalieren. Bei steilen Anstiegen bietet das 42er-Ritzel ein leichteres Pedalieren, was bei zusätzlichem Gepäck sehr hilfreich ist. Reifen: Für Bikepacking solltest du Reifen mit größerem Volumen und weicherer Gummimischung wählen, um besseren Grip und mehr Komfort auf unebenen Wegen zu haben. Typische Reifengrößen sind 27,5 oder 29 Zoll für Mountainbikes und 700c für Gravelbikes. Bei der Reifenbreite empfiehlt sich für Bikepacking in der Regel eine Breite zwischen 38 und 45 mm. Wenig Verschleißteile: Weniger ist oft mehr. Gerade bei längeren Touren in abgelegenen Gebieten, wo Werkstätten oder Ersatzteile schwer zu finden sind, ist es wichtig, dass dein Bike möglichst einfach aufgebaut ist. Setze auf gängige, robuste Komponenten und vermeide zu viele Verschleißteile, um Probleme unterwegs zu minimieren.


Passform: Manche bevorzugen ein sportliches Tourenrad, andere setzen auf ein robusteres Gravelbike. Egal, wofür du dich entscheidest – das Wichtigste ist, dass dein Fahrrad optimal zu dir passt, damit du auf langen Touren komfortabel und sicher unterwegs bist.


Bremsen: Scheibenbremsen sind die beste Wahl für Bikepacking, da sie auch bei nassen Bedingungen und auf langen Abfahrten zuverlässiger sind als Felgenbremsen. Außerdem sind Scheibenbremsen weniger anfällig für Verschleiß und bieten eine bessere Dosierbarkeit der Bremskraft.


Hinweis: Bei der Wahl des perfekten Bikes für dein Bikepacking-Abenteuer ist es wichtig zu verstehen, dass es keine Einheitslösung gibt. Verschiedene Fahrradtypen können sich überschneiden, und die spezifischen Merkmale sowie Ausstattungen variieren je nach Hersteller und Modell. Entscheidend ist, dass du ein Fahrrad wählst, das genau zu deinen individuellen Anforderungen und Vorlieben passt. Eine fachkundige Beratung kann dir dabei helfen, die beste Entscheidung zu treffen.

Wie transportiere ich meine Ausrüstung?


Die Ausrüstung beim Bikepacking wird normalerweise in speziellen Taschen und Packs auf dem Fahrrad transportiert. Im Allgemeinen gibt es drei Haupttypen von Taschen, die für Bikepacking verwendet werden:


  1. Rahmentaschen: Angebracht am Fahrradrahmen, dienen Rahmentaschen als ideale Aufbewahrungsorte für kleinere Essentials wie Werkzeuge, elektronische Geräte, Ersatzteile und Verpflegung. Sie sind perfekt, um wichtige Gegenstände griffbereit und sicher verstaut zu haben.


  2. Satteltaschen (liebevoll "Arschraketen" genannt): Diese unter dem Sattel montierten Taschen stellen reichlich Platz für voluminöse Gegenstände wie Kleidung, Schlafsäcke und Zelte bereit. Durch ihre geräumige Beschaffenheit sind sie eine unerlässliche Wahl für die Mitnahme von Ausrüstung, die mehr Raum erfordert und tragen so zu einem gut organisierten und effizienten Packsystem bei.


  3. Lenkertaschen: Am Lenker befestigte Taschen sind besonders zugänglich und eignen sich daher hervorragend für die Aufbewahrung von Gegenständen, die du während der Fahrt schnell erreichen möchtest. Dazu zählen Karten, GPS-Geräte, Kameras, Snacks oder ähnliches.


Zusätzlich zu den genannten Aufbewahrungslösungen gibt es eine Vielzahl weiterer Taschen und Packmöglichkeiten, die speziell für das Bikepacking konzipiert sind. Dazu gehören unter anderem Oberrohrtaschen, Proviantbeutel, Cargo-Cage-Taschen und Co. Die Auswahl der passenden Taschenart orientiert sich primär an den spezifischen Bedürfnissen der Tour, daran, welche Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden müssen, an der Dauer der Reise sowie an den persönlichen Präferenzen der Radfahrer. Entscheidend ist ein durchdachtes Packsystem, das eine effiziente Nutzung des verfügbaren Stauraums ermöglicht und den Zugriff auf häufig benötigte Gegenstände erleichtert.


2 Wochen Toskana Trail 2022
2 Wochen Toskana Trail 2022

Welche Ausrüstung brauche ich?


Die richtige Ausrüstung für Bikepacking sollte vor allem leicht, platzsparend und funktional sein. Welche Ausrüstung du genau brauchst, hängt von Jahreszeit, Dauer und dem Ort deiner Tour ab. Hier findest du eine Übersicht über die wichtigsten Gegenstände für einen erfolgreichen Start:


  1. Kleidung


  • Radtrikot: Ein atmungsaktives Radtrikot ist unverzichtbar. Es leitet Schweiß ab und bietet mit Taschen Platz für Dinge wie Handy oder Snacks. Tipp: Achte auf Modelle mit UV-Schutz, um vor starker Sonneneinstrahlung geschützt zu sein.

  • Radhose: Eine gepolsterte Radhose sorgt für Komfort auf langen Strecken und beugt Scheuerstellen vor. Tipp: Wähle eine Hose mit hochwertigem Polster, das für deine Anatomie passt.

  • Gilet (Fahrradweste): Ideal für wechselhaftes Wetter, da es leicht an- und ausgezogen werden kann. Tipp: Reflektierende Elemente erhöhen die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

  • Baselayer: Eng anliegend und atmungsaktiv, hält es den Körper trocken. Tipp: Merinowolle ist eine hervorragende Wahl, da sie geruchsneutral bleibt.

  • Regenjacke: Eine leichte, wasserdichte Jacke sollte immer dabei sein. Tipp: Achte auf Atmungsaktivität, um nicht ins Schwitzen zu geraten.

  • Windjacke: Perfekt für kühleres Wetter und lässt sich leicht verstauen. Tipp: Modelle mit Unterarmreißverschlüssen sorgen für zusätzliche Belüftung.

  • Regenhose: Für vollständigen Schutz bei Nässe. Tipp: Wähle eine Regenhose mit seitlichen Reißverschlüssen, um sie leicht über deine Schuhe zu ziehen.

  • Kopfbedeckung: Ein dünnes, atmungsaktives Material hält den Kopf warm, ohne zu überhitzen.

  • Sonnenbrille: Schützt die Augen vor UV-Strahlung, Staub und Insekten. Tipp: Polarisierte Gläser reduzieren Blendeffekte und verbessern die Sicht.

  • Handschuhe: Für besseren Grip, Schutz vor Schwielen und Polsterung. Tipp: Wähle Handschuhe mit Touchscreen-kompatiblen Fingerspitzen für einfache Bedienung deines Smartphones.

  • Fahrradschuhe: Spezielle Radschuhe bieten besseren Halt und Effizienz beim Treten. Tipp: Für längere Strecken sind gut belüftete Modelle von Vorteil.

  • Helm: Unverzichtbarer Schutz für jede Tour. Tipp: Achte auf eine gute Belüftung und ein verstellbares System für optimalen Sitz.

  • Überschuhe: Halten deine Füße trocken und warm. Tipp: Wasserdichte, atmungsaktive Materialien vermeiden Überhitzung.

  • Badeschlappen/Flipflops: Praktisch für Duschen oder Strände.

  • Daunenjacke: Für kühle Abende am Campingplatz bietet eine Daunenjacke exzellente Wärme bei geringem Gewicht. Tipp: Achte auf eine hohe Bauschkraft (Fill Power) für bessere Wärmeisolierung, und wähle eine wasserabweisende Behandlung der Daunen, um auch bei feuchten Bedingungen warm zu bleiben.


  1. Hygiene


  • Kulturbeutel: Ein gut organisierter Kulturbeutel hält deine Hygieneartikel griffbereit. Tipp: Ein Modell mit wasserdichter Auskleidung verhindert Leckagen.

  • Handdesinfektionsmittel: Wichtig, wenn Wasser und Seife nicht verfügbar sind. Tipp: Kleine Flaschen mit Karabiner lassen sich leicht am Rucksack befestigen.

  • Feuchttücher oder Toilettenpapier: Wasserdicht verpackt, um es trocken zu halten. Tipp: Biologisch abbaubare Feuchttücher sind umweltfreundlicher.

  • Zahnputzzeug: Reisezahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide. Tipp: Klappbare Reisezahnbürsten sparen Platz.

  • Körperpflegeprodukte: Duschgel, Shampoo und Deodorant. Tipp: Multifunktionsseifen für Haare und Körper sparen Platz und Gewicht.

  • Mikrofaserhandtuch: Schnelltrocknend und leicht. Tipp: Eine Schlaufe erleichtert das Aufhängen zum Trocknen.

  • Sonnenschutz: Ein Muss bei jeder Tour. Tipp: Wasserfeste Sonnencreme mit hohem SPF schützt auch bei Schweiß oder Regen.

  • Insektenschutzmittel: Schützt vor Mückenstichen. Tipp: Mittel mit DEET oder Icaridin bieten langanhaltenden Schutz.


  1. Camping


  • Zelt: Ein leichtes, wetterfestes Zelt ist unerlässlich. Tipp: Freistehende Zelte bieten Flexibilität, da sie ohne Heringe aufgestellt werden können.

  • Schlafsack: Wähle einen Schlafsack passend zur kältesten Temperatur, die du erwartest.

  • Isomatte: Bietet Komfort und Isolation. Tipp: Achte auf den R-Wert der Matte, um den Kälteschutz zu beurteilen – je höher der R-Wert, desto besser die Isolierung.

  • Campingkocher: Für warme Mahlzeiten. Tipp: Kompakte Gaskocher sind leicht zu bedienen und schnell einsatzbereit.

  • Kochgeschirr: Ein kleines Set aus Topf und Pfanne. Tipp: Titan ist leicht und langlebig.

  • Stirnlampe: Ideal für die Nacht. Tipp: Eine Lampe mit Rotlichtfunktion schont die Nachtsicht.

  • Feuerzeug: Ein wasserfestes Feuerzeug oder Sturmstreichhölzer sind nützlich bei allen Wetterbedingungen.

  • Schweizer Taschenmesser: Vielseitig einsetzbar. Tipp: Ein Modell mit Schere und Pinzette kann besonders praktisch sein.

  • Wäscheleine: Zum Trocknen von Kleidung und Handtüchern. Tipp: Eine elastische Schnur mit Haken ist einfach zu handhaben.


  1. Werkzeug und Ersatzteile


  • Schmiermittel für die Kette: Für eine reibungslose Fahrt.

  • Multitool: Für schnelle Reparaturen.

  • Reifenheber und Minipumpe: Unverzichtbar bei Reifenpannen.

  • Ersatzschläuche und Flickzeug: Falls du einen Platten hast.

  • Bremsbeläge, Kettenverschlussglieder, Schaltauge und Ersatzspeichen: Für größere Reparaturen unterwegs.


  1. Elektronik


  • Navigation: Ein GPS-Gerät oder eine Navigations-App. Tipp: Nimm zur Sicherheit auch eine physische Karte mit.

  • Lichtquelle: LED-Fahrradlichter sind ein Muss für Sicherheit bei Nachtfahrten. Tipp: Wasserdichte Lichter mit verschiedenen Leuchtmodi sind ideal.

  • Powerbank: Um elektronische Geräte aufzuladen. Tipp: Solarbetriebene Powerbanks können unterwegs nachgeladen werden.


  1. Erste Hilfe Kit


  • Erste-Hilfe-Set: Mit Verbandszeug, Desinfektionsmittel und deinen persönlichen Medikamenten. Tipp: Ergänze das Set mit spezifischen Artikeln für deine Tour.


  1. Trinkflasche


  • Trinkflasche: Robuste Flaschen sichern die Wasserversorgung. Tipp: Isolierte Flaschen halten Getränke länger kalt oder warm und verhindern unangenehmen Geschmack.

Fazit


Bikepacking ist mehr als nur eine Art zu reisen – es verbindet Abenteuerlust, Freiheit und die Freude am Entdecken der Natur. Auch wenn es etwas Planung und Vorbereitung erfordert, lohnt sich der Aufwand. Du wirst eine kosteneffiziente und unabhängige Reiseform erleben, die dich näher an die Natur bringt und dir die Freiheit gibt, abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein. Für all diejenigen, die es lieben, draußen zu sein, unter dem Sternenhimmel zu übernachten und die Welt auf zwei Rädern zu erkunden, bietet Bikepacking die perfekte Möglichkeit, diese Leidenschaften zu verbinden.


Das Wichtigste ist, einfach loszulegen! Bikepacking folgt keinen starren Regeln – jeder entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Stil. Lass dich nicht von den vielen unterschiedlichen Ansätzen verunsichern, sondern finde heraus, was für dich funktioniert. Mit jeder Tour wirst du mehr über deine Vorlieben und Bedürfnisse lernen und so deinen ganz persönlichen Weg in dieser Reiseform finden.


Ich hoffe, dieser Leitfaden hat dir einen guten Überblick gegeben, wie Bikepacking funktioniert. Wenn du noch Fragen hast oder weitere Tipps brauchst, hinterlasse gerne einen Kommentar – ich helfe dir gerne weiter!

Kommentare


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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Manuel, ein leidenschaftlicher Bikepacking-Enthusiast seit 2021. Für mich gibt es nichts Besseres, als mit dem Fahrrad neue Orte zu erkunden – sei es auf abgelegenen Bergpfaden, durch dichte Wälder oder entlang malerischer Küsten. Jede Fahrt bringt ihre eigenen Herausforderungen und Überraschungen mit, was das Erlebnis jedes Mal einzigartig macht.

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