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Bikepacking in Slowenien: Der West Loop – Von den Alpen bis zur Adria (Route & Tipps)

  • Autorenbild: Manuel Strebl
    Manuel Strebl
  • 29. Juni 2024
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Feb.

9.300 Höhenmeter, brennende Waden und das türkisblaue Leuchten der Soča immer im Blick. Der Slovenia West Loop ist mehr als nur eine Route – es ist eine Reise durch alle Klimazonen eines Landes. Ich habe mich von den Julischen Alpen bis zur Adria durchgekämpft und teile hier mein persönliches Abenteuer mit dir.


Bikepacking in Slowenien: Blick auf die Stadt Kanal an der Soča während der Westschleifen-Route (Slovenia West Loop).



Bikepacking-Setup


Für die Tour im Mai lautete mein Motto: so wenig wie möglich, so funktional wie nötig. Alles, was ich für mehrere Tage auf dem Rad brauchte, verstaute ich in einem durchdachten Taschenset von Apidura – gut verteilt über Rahmen, Lenker und Sattel. Mit insgesamt 9,7 Kilogramm Ausrüstung war ich kompakt und effizient unterwegs – nicht superleicht, aber leicht genug, um auch auf längeren Anstiegen und technischen Trails gut voranzukommen.


Mein Setup in Kürze:



Apidura Bikepacking-Taschen Set bestehend aus Rahmentasche, Lenkertasche, Satteltasche und Oberrohrtasche – optimale Ausrüstung für mehrtägige Bikepacking-Touren

Als Reifenwahl kamen 40 mm breite Panaracer GravelKing zum Einsatz – echte Allrounder, die sich sowohl auf Schotterwegen als auch auf Asphalt gut anfühlen. In sehr technischen Abschnitten stoßen sie zwar an ihre Grenzen, aber insgesamt lieferten sie genau das, was wir auf dieser abwechslungsreichen Tour brauchten: gute Kontrolle, ordentlich Grip und ein angenehm ruhiges Fahrgefühl. Die perfekte Wahl für ein Terrain, das ständig zwischen rauen Bergwegen und ruhigen Landstraßen wechselt.


Streckenprofil & Highlights


Mit rund 536 km und 9.300 Höhenmetern ist der sogenannte West Loop eine der spannendsten und herausforderndsten Bikepacking-Routen des Landes. Die Strecke, inspiriert vom Original-Track des Bikepacking-Pioniers Joe Cruz, habe ich etwas angepasst – um noch mehr landschaftliche Abwechslung und abwechslungsreiche Trails einzubauen.


Unsere Route beginnt im Herzen Sloweniens – in Ljubljana – und führt uns durch die beeindruckenden Julischen Alpen, vorbei am berühmten Bleder See, mitten durch den Triglav-Nationalpark und weiter entlang des türkisblauen Soča-Flusses. Danach erreichen wir die Adria und rollen bis nach Triest, bevor wir über malerische Weinregionen langsam wieder Kurs auf die Hauptstadt nehmen.



Ljubljana – Das Herz Sloweniens


Ljubljana, die charmante Hauptstadt Sloweniens, war der perfekte Ort für den Beginn unserer Tour. Die Stadt ist nicht riesig – knapp 300.000 Menschen leben hier – aber sie fühlt sich lebendig, jung und gleichzeitig geschichtsträchtig an. In der Altstadt spaziert man über romantische Brücken wie die Drachenbrücke oder die Drei Brücken, die vom legendären Architekten Jože Plečnik gestaltet wurden. Über allem wacht die alte Burg auf dem Hügel – ein echter Blickfang.


Altstadt von Ljubljana mit Blick auf die Franziskanerkirche und die Burg von Ljubljana – historisches Zentrum der slowenischen Hauptstadt

Was uns besonders beeindruckt hat: wie grün Ljubljana ist. Parks, Bäume, der gemächlich dahinplätschernde Fluss Ljubljanica – hier lässt es sich durchatmen. Kein Wunder, dass die Stadt 2016 zur „Grünen Hauptstadt Europas“ gekürt wurde. Dank der vielen Studierenden spürt man außerdem diese besondere Mischung aus Gelassenheit und Energie. Cafés, kleine Bars, Straßenmusik, Kultur – es ist fast zu schade, die Stadt nach nur einem Tag wieder zu verlassen.


Aber das Abenteuer rief: Nach einem ereignisreichen Tag schlugen wir unser Zelt im Ljubljana Resort Hotel & Camp auf – etwa sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Eine letzte Nacht in der Zivilisation, bevor es am nächsten Morgen Richtung Nationalpark Triglav ging.


Rezeption des Campingplatzes Ljubljana Resort in Slowenien – moderner Campingplatz nahe Ljubljana mit Wohnmobil-Stellplätzen, gepflegtem Eingangsbereich und grüner Umgebung.

Von Ljubljana zum Bleder See – ein magischer Beginn


Unser erstes großes Etappenziel: der Bleder See. Etwa 55 Kilometer nordwestlich von Ljubljana entfernt, führt uns die Route langsam hinaus aus der Stadt und hinein in die sattgrüne, hügelige Landschaft des slowenischen Hinterlands. Schon nach den ersten Kilometern spürt man, wie der Trubel der Hauptstadt hinter uns liegt – vor uns: Natur pur.


Der Bleder See ist eines dieser seltenen Naturwunder, die auf Fotos schon beeindruckend wirken – aber in echt einfach sprachlos machen. Rund 2,1 Kilometer lang, bis zu 1,4 Kilometer breit und bis zu 30 Meter tief, schimmert das Wasser in einem leuchtenden Türkis, gespeist von den umliegenden Gletschern. Eingebettet zwischen den Julischen Alpen und dichten Wäldern wirkt der See wie ein Ort, der aus einem Märchenbuch direkt in die Realität gefallen ist.


Blick auf die malerische Insel im Bleder See mit der berühmten Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt – beliebtes Reiseziel in Slowenien, umgeben von smaragdgrünem Wasser und den Julischen Alpen.

Ein ganz besonderes Highlight ist die kleine Insel in der Mitte des Sees. Dort erhebt sich die Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem markanten Kirchturm – ein Ort voller Geschichte und Legenden. Einer alten Erzählung zufolge versank einst eine Glocke, die für die Kirche bestimmt war, bei einem Sturm im See und liegt bis heute auf dem Grund. Diese „versunkene Glocke“ ist längst Teil der lokalen Folklore. Als Symbol des Neuanfangs wurde später eine neue Glocke gegossen – und seither ist es Tradition, dass frisch verheiratete Paare die 99 Stufen zur Kirche hinaufsteigen und die Glocke im Turm läuten, um sich Glück für ihre gemeinsame Zukunft zu erbitten. Ein wunderschönes Ritual, das Liebe, Zusammenhalt und Hoffnung vereint.


Natürlich wollten auch wir die berühmte Insel aus der Nähe sehen. Die klassische Art, dorthin zu gelangen, ist mit einem der traditionellen Pletna-Boote. Diese handgefertigten Holzboote werden von lokalen Ruderern gestakt – die Fahrt dauert etwa 20 Minuten und bietet einen traumhaften Blick auf die Landschaft ringsum. Für Erwachsene kostet die Überfahrt 14 Euro, für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren 7 Euro (Stand 2024). Wer möchte, kann auch den öffentlichen Bootsverkehr nutzen – Infos dazu gibt’s auf der offiziellen Webseite von Bled.


Traditionelles Pletna-Boot mit rot-weißem Dach am Ufer des Bleder Sees in Slowenien – smaragdgrünes Wasser, malerische Natur und Ausflugsziel zur Insel mit Kirche.

Aber der Bleder See bietet noch weit mehr als nur eine Bootsfahrt: Der Rundweg um den See lädt zu entspannten Spaziergängen oder kleinen Wanderungen ein, der Aufstieg zur Burg von Bled belohnt mit einer atemberaubenden Aussicht – besonders bei Sonnenuntergang – und wer Lust auf mehr Abenteuer hat, kann zur nahen Vintgar-Klamm aufbrechen oder sich im Sommer direkt im klaren Wasser des Sees abkühlen.


Die Herausforderung Triglav


Nach der märchenhaften Kulisse des Bleder Sees wurde es ernst – die Berge warteten. Unser Weg führte uns direkt in den Triglav-Nationalpark, benannt nach dem höchsten Gipfel Sloweniens: dem Triglav, stolze 2.864 Meter hoch. Der Park ist nicht nur das größte Schutzgebiet des Landes, sondern auch ein Ort mit Geschichte – bereits 1924 wurde er als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zählt damit zu den ältesten Nationalparks Europas.


Die Landschaft, die sich vor uns entfaltete, war atemberaubend: tiefe Täler, glasklare Gletscherseen, schroffe Felswände – und dazwischen immer wieder kleine Zeichen des Lebens: Gämsen auf den Hängen, Steinadler in der Luft, bunte Alpenblumen am Wegesrand. Die Julischen Alpen zeigen hier ihre wilde, ungezähmte Seite – und gleichzeitig ihre Schönheit.


Weitblick über bewaldete Berghänge und ein versteckter See im Triglav-Nationalpark in Slowenien – unberührte Natur, eindrucksvolle Alpenlandschaft und ruhige Wanderkulisse im Herzen der Julischen Alpen.

Für uns ging es über den legendären Vršič-Pass, mit 1.611 Metern der höchste Gebirgspass Sloweniens. Ursprünglich als Militärstraße im Ersten Weltkrieg angelegt, zählt er heute zu den spektakulärsten Strecken des Landes. Ganze 50 Serpentinen, teils noch mit historischem Kopfsteinpflaster, schlängeln sich durch die Berge – jede einzelne eine Herausforderung. Doch mit jeder Kurve wurde der Blick weiter, dramatischer – ein echtes Naturkino.


Spektakulärer Blick ins Tal im Triglav-Nationalpark in Slowenien – steile Felswände, tiefe Schluchten und ein schmaler Flusslauf inmitten der majestätischen Julischen Alpen unter einer dünnen Wolkendecke.
Fully bepacktes Bikepacking-Fahrrad auf dem Vršič-Pass im Triglav-Nationalpark, Slowenien – atemberaubender Ausblick auf schroffe Felswände, grüne Täler und teils schneebedeckte Gipfel der Julischen Alpen

Neben der spektakulären Landschaft erzählt der Triglav-Nationalpark auch Geschichten – von Almhütten, in denen man handgemachten Käse oder frisch geschleuderten Honig probieren kann. Besonders beeindruckt hat uns der Bergblüten- und Waldhonig, der hier traditionell produziert wird. Seine besondere Note verdankt er der einzigartigen Krainer Biene – eine friedliche, fleißige Bienenart, die in Slowenien sogar gesetzlich geschützt ist. Ihr Honig steht sinnbildlich für das, was diese Region ausmacht: Ursprünglichkeit, Qualität und tiefe Verbundenheit mit der Natur.


Imker in Schutzkleidung bei der traditionellen Honigernte in Slowenien – umgeben von weißen Bienenkästen, produziert mit der geschützten Krainer Biene hochwertiger Bergblüten- und Waldhonig

Und natürlich ist da noch der Triglav selbst – nicht nur ein Berg, sondern ein nationales Symbol. Er ziert das Wappen des Landes und steht für Stärke, Freiheit und Stolz. Ihn zu sehen – oder ihm zumindest nahe zu kommen – ist ein besonderer Moment auf jeder Slowenienreise.


Triglav - Julischen Alpen

Türkisfarbene Schönheit: Der Fluss Soča


Ein weiteres Highlight unserer Tour war die Soča – ein Fluss, der mit seiner leuchtend türkisblauen Farbe und der wilden Schönheit der Landschaft sofort beeindruckt. Die Soča, auch als Isonzo bekannt, entspringt in den Julischen Alpen bei Trenta und fließt rund 138 Kilometer bis zur Adria in Italien. Die markante Färbung entsteht durch die im Wasser gelösten Kalksteine und Mineralien, die das Sonnenlicht reflektieren und der Soča ihre charakteristische Farbe verleihen.



Links und rechts des Flusses verlaufen zahlreiche Wanderwege, die tolle Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft bieten. Für Outdoor-Fans ist die Soča ein echter Traum: Kajakfahren und Wildwasser-Rafting sind hier besonders beliebt – mit Verleihstationen und geführten Touren für Anfänger wie Fortgeschrittene. Und an warmen Tagen laden viele Badestellen entlang des Ufers zur Erfrischung ein – kalt, aber unglaublich belebend.



Besonders schön war unser Zwischenstopp in Kanal ob Soči. Die kleine Stadt direkt am Wasser begeistert mit ihrer historischen Brücke, die den türkisfarbenen Fluss überspannt. Im Sommer wird sie zur Bühne für Wagemutige: Bei traditionellen Wettbewerben springen Teilnehmer von der Brücke ins Wasser – ein echtes Spektakel.



Unsere Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz Camp Korada – ruhig, naturverbunden und direkt am Ufer gelegen. Der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen, die Füße in den Fluss zu halten und den Moment zu genießen.


Einen weiteren besonderen Ausblick bot uns die Napoleonbrücke bei Kobarid. Sie stammt noch aus der Zeit der napoleonischen Kriege und bietet heute einen großartigen Blick auf den Fluss und die umliegende Landschaft.


Die historische Napoleonbrücke über die türkisfarbene Soča bei Kobarid in Slowenien – beeindruckende Steinbrücke inmitten einer tiefen Schlucht mit Blick auf die Julischen Alpen.

„Fun Fact am Rande“: Wusstest du, dass die Soča als Kulisse für „Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia“ diente? In der Nähe von Bovec wurden mehrere Szenen gedreht – und wenn man einmal dort steht, versteht man sofort, warum: Diese Landschaft sieht einfach magisch aus.

Weiter nach Italien: Triest und die Adria


Von Slowenien aus ging’s für uns weiter gen Süden – mit jedem Kilometer wurde es etwas mediterraner. Bei Gorizia überquerten wir die Grenze nach Italien und folgten wenig später dem EuroVelo 8, der sich entlang der Adria schlängelt. Unser Ziel: Triest – eine Stadt zwischen Kaffeehauskultur und Mittelmeerflair. Was kein Zufall ist – Triest war lange Teil der Habsburgermonarchie, und das sieht man noch. Die Fassaden, die Plätze, die Kaffeehäuser – alles ein bisschen eleganter, etwas gesetzter. Trotzdem offen, lebendig, mit viel Meer in der Luft.


Grenzübergang für Radfahrer zwischen Slowenien und Italien bei Nova Gorica und Gorizia – EU-Grenzschild, Radweg-Markierungen und ehemalige Kontrollstation unter blauem Himmel.

In Triest angekommen, haben wir erstmal das Rad abgestellt und sind einfach losgelaufen. Ohne Ziel, einfach der Nase nach. Die Stadt ist entspannt. Nicht laut, nicht hektisch – eher so, als würde sie sich nicht aufdrängen wollen. Alte Häuser mit dicken Mauern, breite Gehwege, ein paar Plätze, die wirken, als wäre hier schon lange nichts mehr neu gemacht worden. Aber genau das hat Charme. Die Piazza Unità d’Italia ist riesig – direkt am Wasser, offen, ruhig. Man bleibt automatisch stehen und schaut. Nicht, weil’s spektakulär ist, sondern weil es wirkt.


Piazza Unità d’Italia in Triest bei Nacht – der größte Platz am Meer in Europa, umgeben von prachtvoll beleuchteten historischen Gebäuden und beeindruckender Architektur im Zentrum der norditalienischen Hafenstadt.

Ein paar Höhenmeter weiter oben liegt die Burg San Giusto. Von dort hat man einen guten Blick über die Stadt und den Hafen. Direkt daneben die Kathedrale – schlicht, alt, und gerade deshalb irgendwie eindrucksvoll.


Ein Stück außerhalb: Schloss Miramare. Weiß, fast zu perfekt, mit einem riesigen Park drumherum und dem Meer direkt davor. Schon ein bisschen Postkartenmotiv, aber trotzdem sehenswert – vor allem morgens oder abends, wenn es leer ist.


Unsere Pause gab’s im Caffè San Marco. Dunkles Holz, Bücherregale, Espresso, der knallt – und Pistazien-Croissants, bei denen man kurz überlegt, gleich noch eins zu holen. Ein Ort, an dem man bleibt, weil er sich gut anfühlt. Nicht wegen Instagram, sondern weil man einfach gern sitzt.

Triest war für uns kein Durchgangsort, sondern eher ein Zwischenhalt, der hängen bleibt. Nicht spektakulär, aber besonders. Danach ging’s weiter – zurück nach Slowenien, über kleine Straßen, durch Weinberge und Hügel, in Richtung Ljubljana.


Zurück nach Ljubljana


Nach Triest führte uns die Route über den Giordano‑Cottur‑Radweg, benannt nach einem dreifachen Giro-d’Italia‑Dritten aus Triest. Er wurde 2010 auf einer stillgelegten Bahntrasse zwischen Italien und Slowenien eröffnet und reicht rund 16 km von Triest über San Giacomo und Altura bis nach Hrpelje (Draga Sant'Elia) in Slowenien.


Die Strecke beginnt mitten in der Stadt und führt zuerst durch urbanes Gebiet, wird aber schnell ruhiger. Kurz hinter San Giacomo ändert sich die Stimmung: der Verkehr lässt nach, der Asphalt weicht stellenweise Schotter, und man fährt durch eine Landschaft, die irgendwie zeitlos wirkt. Der Weg schlängelt sich durchs Val Rosandra, ein geschütztes Karsttal mit Felsen, Pinien, kleinen Bächen und alten Eisenbahnbrücken. Immer wieder geht es durch kurze Tunnel und Man spürt noch den Charakter der ehemaligen Bahnlinie – nur eben ohne Lärm und Schienen.


Was uns besonders gefallen hat: Der Radweg ist abwechslungsreich, aber nicht anstrengend. Keine nennenswerten Anstiege, kein Stress – einfach eine ruhige Strecke, die sich gut fahren lässt.



Später machten wir noch einen kleinen Umweg zur Burg Predjama – eine mittelalterliche Festung, die halb in eine Höhle gebaut wurde. Leider kamen wir zu spät an, um sie von innen zu sehen – sie schließt gegen 18 Uhr, je nach Saison. Aber auch von außen ist sie ein beeindruckender Anblick: ein Bauwerk wie aus einem Fantasy-Film, mitten im Felsen. Wer mehr darüber wissen will, findet Infos auf der offiziellen Webseite: www.postojnska-jama.eu.


Die Höhlenburg Predjama in Slowenien – mittelalterliche Festung dramatisch in eine Felswand eingebaut, umgeben von Wäldern und grüner Landschaft, nahe der Adelsberger Grotte.

Fazit


Slowenien hat uns überrascht – im besten Sinne. Die Landschaft war großartig, die Menschen freundlich, und die Strecke hatte mehr zu bieten, als wir erwartet hatten: von klaren Flüssen wie der Soča bis zu den schroffen Pässen der Julischen Alpen. Viel Abwechslung, viel Natur, wenig Leerlauf.


Klar war’s anstrengend. Und ja, nicht jeder Abschnitt war ideal für unser Setup – vor allem dort, wo es technisch wurde. Rückblickend hätten wir in manchen Momenten lieber die offiziellen Radwege genommen als die Trails. Aber genau das gehört dazu: lernen, anpassen und weitermachen.


Was wir beim Fahren gelernt haben: In den Julischen Alpen kann das Wetter ziemlich schnell umschlagen – selbst im Sommer. Eine Regenjacke sollte man also immer dabeihaben, auch wenn der Himmel morgens noch klar ist. Was die Orientierung betrifft: Nicht jeder Weg ist gut ausgeschildert, und vor allem abseits der Hauptstrecken hilft eine Offline-Karte oder eine App wie Komoot enorm, um nicht die Nerven zu verlieren – oder spontan eine bessere Route zu finden.


Auch beim Bike-Setup lohnt es sich, vorab etwas genauer hinzusehen. Leichtes Gepäck zahlt sich auf anspruchsvolleren Abschnitten definitiv aus, und Reifen ab 45 mm Breite haben sich als gute Wahl erwiesen – sowohl auf Trails als auch auf normalen Straßen. Gute Bremsen und eine passende Übersetzung sind sowieso Pflicht, gerade wenn’s mal länger bergab geht oder steiler wird.


Was die Versorgung angeht: Es gibt immer wieder kleinere Orte entlang der Route, aber zwischendurch auch längere Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeiten. Ein paar Snacks und ausreichend Wasser im Gepäck sind also mehr als nur empfehlenswert – vor allem an heißen Tagen oder bei längeren Anstiegen. Und zu guter Letzt: Wildcampen ist in Slowenien nicht erlaubt, und besonders in der Hauptsaison können Campingplätze schnell voll sein. Wer nicht spontan auf Hotels ausweichen will, sollte zumindest grob planen oder vorab reservieren.


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